|
Gold und andere Metalle können als Barren oder Münzen erworben werden. Goldmünzen und andere Metallmünzen waren nach dem Tauschhandel das erste Zahlungsmittel, lange vor dem Papiergeld.
Wenn man heutzutage Goldmünzen erwirbt, ist die Prägung meist zweitrangig, sondern der Materialwert spielt die entscheidende Rolle, der nahe an dem jeweiligen Metallpreis liegt. Die Münzen gelten dann in dem jeweiligen Land auch als Zahlungsmittel.
Wenn man sich die Geschichte des Geldes betrachtet, einerseits des Münzgeldes, wie Goldmünzen und die Entstehung des Papiergeldes, kann man verstehen, warum viele Menschen auf Goldmünzen oder Silbermünzen als Wertanlage zurückgreifen.
Als sich die Menschheit immer mehr vergrößerte und der Tauschhandel zwischen den Stämmen, Städten und Völkern immer mehr zunahm, musste zwangsläufig irgendwann das Gels als neutrales und normiertes Zahlungsmittel entstehen. Denn der Tauschhandel war durch die Größe der Dimensionen des Handels an seine Grenzen gestoßen. Das erste Geld waren Metallmünzen ohne Prägung, die beim Tausch gewogen werden mußten, um den Wert zu ermitteln, bevor sie den Besitzer wechselten.
Später kam die Prägung auf die Münzen, mit Bildern und Worten, um deren Wert kenntlich zu machen, aber auch zur Selbstdarstellung des Fürsten. Lange gab es kein einheitliches Münzsystem, jeder Fürst konnte nach eigenem Gutdünken und je nach Besitz der entsprechenden Rohstoffe, Münzen prägen. So kam es, dass gleichzeitig in Deutschland viele verschiedene Goldmünzen parallel als Zahlungsmittel von verschiedenen Fürstentümern, Städten und Regionen existierten. Münzenhersteller und Prägung von Münzen war damals ein angesehener Beruf.
Gaben die Fürsten zu viel Geld aus und hatten sich verschuldet, so wurden auch damals schon die Steuern erhöht.
Der Wert des Geldes war lange an den Metallwert gekoppelt, was bei großen Münzen zu Problemen führte, die dann tellergroß waren und schwer zu transportieren waren.
Die Konsequenz war das Papiergeld, das in China im 7. Jahrhundert erfunden wurde und im 8. Jahrhundert n.Chr. sich auch in Europa verbreitete, es machte den Transport von großen Goldmünzen überflüssig und ließ sich besser lagern. Hauptgrund für die Umstellung von Münz- auf Papiergeld war allerdings die Knappheit an entsprechenden Metallen.
Die Verführung war nun da, Geld in beliebiger Menge zu drucken, denn irgendwann war immer wieder mehr Papiergeld da, als entsprechende Werte vorhanden waren. Dies führte immer wieder zum Zusammenbruch des Geldsystems. Letztendlich blieb das Papiergeld lange Zeit ein Notgeld, was man möglichste schnell in wertvolles Münzgeld umtauschte, denn dieses war immer parallel als Währung anerkannt.
Diese Notgeldproduktion hat vor allem in Kriegszeiten dramatische Formen angenommen. Denn da brauchten die Herrscher besonders viel Geld, um den Krieg zu bezahlen. Nach dem ersten Weltkrieg mussten die deutschen Reparationen nicht in Feld erbracht werden, sondern in Waren und vor allem in Maschienen. Dies führte im Inland zur Knappheit entsprechender Produkte und zu einem Anstieg der Preise. Das war ab 1922 der Anfang für eine sich stark entwickelnde Inflation, wo immer mehr Geld gedruckt wurde, allerdings ohne Gegenwert. Das Papiergeld wurde jeden Tag weniger Wert und man konnte immer weniger dafür kaufen. Es wurden sogar private Druckereien mit dem Gelddrucken beauftragt, da die Reichsdruckerei mit dem Drucken nicht mehr nachkam. Dies führte zu einem starken Verfall der Qualität der Geldscheine, die sehr leicht gefälscht werden konnten.
Ein Ende bereitete 1923 die Einführing der Rentenmark, wo man für 1 Billion Papiermark eine Rentemark erhielt. Aber auch für dieses neue Geld gab es keine Deckung, die Edelmetallvoräte waren aufgebraucht, zur Wertdeckung wurden Getreide, Holz, Gas und Wasser benutzt. So konnte die Rentenmark ihre Stabilität als Währung zurückgewinnen.
|